Was du weißt und trotzdem nicht tust
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Epiktet betont in den Diatriben, dass der Mensch, der das Gute will und das Schlechte tut, nicht an Willensschwäche im gewöhnlichen Sinne leidet, sondern an einem inneren Widerspruch (syneidēsis diaphora) zwischen seinen bewussten Überzeugungen und seinen operativen Urteilen. Dieser Widerspruch ist nicht ein mechanisches Versagen, sondern eine Verwirrung der Urteilsfähigkeit (prohairesis), die das Selbst spaltet.