Oikeiosis: Warum wir uns selbst gehören – und einander
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Der Mensch ist nicht eine isolierte Monade, sondern ein Glied (melos) eines kosmischen Körpers. Wenn der Mensch sich selbst lieben soll, muss er sich zugleich als Funktionär des Ganzen verstehen. Diese Gliedschaft ist nicht metaphorisch gemeint, sondern strukturell: wie die Hand dem Körper gehört und für ihn arbeitet, so gehört der Mensch der Menschheit und der kosmischen Ordnung an. Egoismus bedeutet in diesem Verständnis nicht nur moralisches Versagen, sondern auch kosmische Absurdität.