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Kardinaltugenden

Kardinaltugenden

Die vier Haupttugenden der stoischen Ethik – Sophrosyne, Dikaiosyne, Andreia und Phronesis – die als untrennbar verknüpftes System verstanden werden.

Die Stoiker übernahmen das platonische System der vier Kardinaltugenden und deuteten es als zusammenhängendes Gefüge, bei dem der Besitz einer Tugend den Besitz aller anderen impliziert. Sie sind nicht isolierte Eigenschaften, sondern unterschiedliche Manifestationen einer einzigen moralischen Exzellenz (Areté). Zenon von Kition und seine Nachfolger betrachteten diese vier Tugenden als notwendig und hinreichend für das glückselige Leben (Eudaimonia).