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Hegemonikon

Hegemonikon

Das herrschende Vernunftprinzip der Seele; jenes innere Vermögen, das allein über die Zustimmung zu Eindrücken entscheidet und damit absolute Autorität über den eigenen moralischen Charakter hat.

Das Hegemonikon ist der zentraler Ort der stoischen Freiheit: das rationale Führungsvermögen, das über Synkatathesis (Zustimmung) und Assent entscheidet. Es ist nicht manipulierbar von außen, sondern absolut sovereign in seiner Urteils- und Billigung-Funktion. Epiktet stellt das Hegemonikon als inneren Kaiser dar, dessen Unabhängigkeit unantastbar bleibt, solange der Mensch seine innere Autorität nicht freiwillig abgibt. In der Praxis ist das Hegemonikon Sitz der Prohairesis und Anker der ethischen Verantwortung.